06 April, 2007

Frauen verführen Männer und nicht umgekehrt

Frauen verführen Männer in den ersten Minuten ihrer Begegnung, aber ohne sich dessen bewusst zu sein.

Das ist das "überraschende" Ergebnis eines österreichischen Forschers. Und noch interessanter: Auch wenn Frauen ihren Gesprächspartner unattraktiv finden, senden sie nicht sofort klare, ablehnende Signale aus.
Einzig und allein, wenn der Mann zuviel plappert, reagieren Frauen ausschließlich negativ, berichtet das britische Magazin New Scientist über Grammers Forschungen.
Das Team um Grammer untersuchte dabei 45 junge Paare, die sich zuvor nicht kannten. Insgesamt analysierten die Wissenschaftler dabei drei verschiedene Informationstypen bei der ersten Begegnung. Als erstes wurden die freiwilligen Testpersonen aufgefordert, die Attraktivität des Gegenübers zu beurteilen und ob sie mit ihm/ihr ausgehen würden.

Danach wurden die Videoaufnahmen der ersten Begegnung minutiös auf Werbesignale überprüft, wie etwa mit den Händen durch die Haare fahren, das Haar zurückwerfen oder an der Kleidung herumspielen. Daneben wurden auch alle Signale der Ablehnung registriert. Als letztes schließlich prüften die Forscher, wieviel die einzelnen Paare miteinander sprachen. Dabei stellte sich heraus, daß Frauen ständig munter drauflos plaudern, sexuell eindeutige Signale aussenden und so die männliche Aufmerksamkeit erregen. Dieses Verhalten gebe der Frau Zeit, den Mann richtig einzuschätzen, erklärt Grammer. Für die Bildung menschlicher Beziehungen sei dies von essentieller Bedeutung, da eine Paarung für die Frau stets mit einem höherem Risiko verbunden ist. Ihre wahren Gefühle äussert die Frau erst zu einem späteren Zeitpunkt, so Grammer. Weiter fanden die Forscher heraus, daß Frauen zudem unbewusst die Gesprächssituation kontrollieren: Etwa durch Kopfnicken zum weiterzusprechen zu animieren, oder durch den sogenannten Augengruß - vom berühmten Verhaltensforscher Irenäus Eibl-Eibesfeldt, Grammers Co-Direktor am Institut für Humanbiologie, erstmals charakterisiert - überhaupt erst ein Gespräch anzubahnen. Frauen sind in der zwischenmenschlichen Kommunikation also viel dominanter, als weithin angenommen. "So kann man das männliche Verhalten durch das

weibliche Verhalten vorhersagen, aber nicht umgekehrt", meint Grammer. Er gilt inzwischen als Kapazität auf dem Gebiet der Kommunikation zwischen den Geschlechtern. Erst vor kurzem fand er heraus, daß Männer attraktive Frauen schon am Geruch erkennen konnten, nur durch schnuppern an deren verschwitzten T-Shirts. Wie leicht Frauen Männer 'an der Nase herumführen' können – nicht nur im sprichwörtlichen Sinne - wurde hier klar bewiesen: Ihr körpereigener Duft während der Eisprung-Phase wirkt auf fast alle Männer unwiderstehlich.
Blind und wild werden Männer, wenn sie an der Scheide der Frau schnüffeln und diese gerade ihre fruchtbaren Tage hat. Die Duftstoffe entstehen im Schleim der Scheide und ziehen Männer garantiert an, sogar dann, wenn die Frau von ihnen normalerweise als wenig begehrenswert eingestuft wird. Im Experiment ließen die Forscher 66 männliche Probanden Fotos von fünf Frauen nach ihrem Aussehen beurteilen, die sich in Typ und Attraktivität beträchtlich voneinander unterschieden.
Dann schnupperten sie an künstlich erzeugten Scheidendüften - sogenannten Ovulations-Kopulinen, einem weiblichen Pheromon - und mussten danach erneut angeben, welche der vorher gezeigten Frauen ihnen nun gefiel.

Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Bei den Männern brach durch die zuvor erzeugte Duft-Erregung "die Fähigkeit, die Attraktivität zu beurteilen, völlig zusammen". Die Probanden fanden plötzlich alle Frauen fast gleichermassen anziehend, obwohl sie zuvor anders geurteilt hatten. Das Sprichwort "man kann sich gut riechen" kommt also nicht von ungefähr. Für die Wissenschaftler sind die Resultate ein Beweis dafür, daß ein Gutteil unserer Reaktionen auf andere Individuen von chemischen Abläufen gesteuert wird, wobei unsere Sinne dabei viel aufmerksamer reagieren, als uns bewusst ist. Auch hormonelle Veränderungen konnten die Forscher bei den Männern feststellen. Ihre Testosteron-Werte – also jenes männliche Hormon, das für das Sexualverhalten zuständig ist - stiegen deutlich an, wie man anhand von Speichelproben vor und nach dem Riechen an den Kopulinen zeigen konnte. Wem der Geruch noch frisch präsent war, wies die höchsten derartigen Werte auf. Demgegenüber hatten andere Stoffe, die von der Vagina produziert werden, nicht annähernd diesen Erfolg. Unmittelbar vor und nach der Menstruation bringt das Schnüffeln an der Scheide nach Angaben der Forscher am wenigsten sexuelle Lust.

Doch die "Geruchsorientierung" funktioniert bei beiden Geschlechtern unterschiedlich. So konnten Männer ihnen attraktiv erscheinende Frauen "blind" an deren Geruch erkennen - ohne sie jemals zu Gesicht bekommen zu haben. Die Zuordnung von Fotos zur passenden Geruchsprobe funktionierte erstaunlich gut. Der weiblichen Versuchsgruppe gelang dies hingegen überhaupt nicht. Den Frauen war es nicht möglich, das Aussehen des Mannes am Geruch zu erkennen.
Mit einer Ausnahme: Sie besassen diese Fähigkeit sehr wohl an ihren fruchtbaren Tagen, wohingegen sie in der restlichen Zeit oft sogar den Geruch des optisch am wenigsten attraktiven Mannes positiv beurteilten. Und noch etwas erstaunliches fanden die Wiener Forscher heraus: Frauen scheinen sich im Zeitraum zwischen den Menstruationen nicht besonders um das andere Geschlecht zu kümmern, in der aktivsten Phase ihres Menstruationszyklusses aber - zwischen dem 5. und 16. Tag - kommen sie sexuell so richtig in Fahrt.
Genau dann, aber eigentlich schon mit dem Einsetzen des Eisprungs genießen ausgeprägt männliche Typen den Vorzug, als potentieller Kindesvater dienen zu dürfen, denn sie versprechen - rein optisch - einen starken Nachwuchs.
In der restlichen Zeit allerdings und als Kandidat für eine dauerhafte Beziehung oder als Ziehvater wählen Frauen überwiegend Männer mit weicheren Gesichtszügen.
Die Anti-Baby-Pille hat übrigens den gleichen Effekt, durch den künstlich veränderten Sexualhormonhaushalt sind Machos ebenfalls weniger gefragt.
Das Phänomen erklären sich die Wissenschaftler durch die unterschiedlichen Strategien, mit denen Mann und Frau seit Jahrtausenden für Fortpflanzung sorgen. Während schon der steinzeitliche Mann immer auf Partnersuche war, um sein Erbgut so oft wie nur möglich weiterzugeben, beschränkten sich die Frauen bei der Partnersuche auf einige wenige Tage im Monat, jene an denen eine Empfängis die besten Chancen hat. Und offensichtlich wird die Partnerwahl trotz fortschreitender Evolution immer noch sehr von den Hormonen gesteuert.

Quelle: http://www.frauenportal.net/liebe/verfuehrung

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

tja, was sagt uns das? wenn man nur genug frauen approached findet jeder eine, sie muss nur gerade paarungswillig sein und man darf nicht in ein fettnäpfchen treten :>

peanut

Game Poker hat gesagt…

It is remarkable, very good message

Jeff hat gesagt…

Das kann man so unterstreichen! Letztlich ist die Frau die proaktive und diejenige, die die Fäden in der Hand hält.
Daher gilt: So viele wie möglich ansprechen...

will-frauen-ansprechen hat gesagt…

Wow, sehr ausführlich und Augen öffnender Artikel, Man merkt das hier richtige Insider Infos preisgegeben werden. Werde es auf jeden Fall im Auge behalten.
vielen Dank

Alexander Frank hat gesagt…

Toller Artikel genau das Thema was ich gesucht habe! Danke dafür hat mir sehr geholfen ;)